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Ätzküvette |
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Bezüglich der Grösse der Küvette muss
man zuerst folgende, grundlegende Überlegungen machen: Wie
gross werden meine Bauteile sein, will ich nur kleine Zurüstteile
ätzen oder soll es auch einmal eine Lok- oder Wagenwand sein?
Die Tiefe sollte so gewählt werden, dass einerseits der Aquarienheizer
bequem Platz hat, andererseits möglichst wenig Ätzmittel
benötigt wird. Je grösser die Höhe, umso besser durchmischen
die aufperlenden Luftblasen die Ätzflüssigkeit. |
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Die benötigten 4 mm dicken Platten habe ich in einem Plexiglas
verarbeitenden Betrieb, exakt zugeschnitten, als 'Abfall' beschaffen
können. |
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Stückliste: |
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| 2 x |
30 x 20 cm |
Vorder- und Rückwand |
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| 2 x |
30 x 3 cm |
Seitenwände |
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| 1 x |
20 x 10 cm |
Grundplatte |
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| 1 x |
18 x 3 cm |
Luftverteilerplatte |
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Mit einem 3 mm Fräser wird das 'Tannenbaum'-Muster 2 mm tief
eingefräst. Sowohl am Anfang als auch am Ende von jedem Ast befindet
sich je eine 0.5 mm Bohrung, die Austrittsöffnungen für
die Luft. Anschliessend wird an der 'Wurzel' das Loch für das
5 mm Kunststoffrohr gebohrt, in dem die Luft der Verteilerplatte zugeleitet
wird. Das Röhrchen kann sofort mit der Platte verklebt und zusätzlich
die Klebestelle gedichtet werden.
Wem dieser Aufwand zu gross erscheint, kann es mit einem auf den Boden
geklebten Röhrchen probieren, das mit einer Reihe Bohrungen versehen
ist. |
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Mit Sekundenkleber oder Zweikomponentenleim kann nun die fertige
Verteilerplatte in der Mitte der Grundplatte mit dieser zu einer Einheit
verklebt werden. Dabei geht es nur um eine Fixierung der beiden Bauteile,
sie muss noch nicht luftdicht ausgeführt sein! |
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In die oberen Kanten von Vorder- und Rückwand werden noch halbkreisförmige
Einschnitte im Abstand von ungefähr 2 cm gefräst. Im Hintergrund
sind sie als Schattenbild sehr schön zu erkennen. An quer in
diesen Vertiefungen 'verrutschsicher' liegenden Zahnstochern werden
die zu ätzenden Platten an Drähten, Fäden oder Tesastreifchen
eingehängt.
Die vier Wände, Grundplatte und Verteilerplatte können jetzt
mit Silikon, wie bei der Herstellung von Vollglasaquarien, absolut
wasserdicht verklebt werden. Hervorquellender Kleber kann nach dem
Aushärten mit einem scharfen Messer problemlos abgeschnitten
werden. Ein durchbohrter Plexiquader am oberen Küvettenrand dient
als Führung für das Luftröhrchen. Abschliessend wird
noch eine Befestigung für die Heizung gebastelt, die je nach
Heizerfabrikat und -typ spezifisch hergestellt werden muss. |
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Die fertige, betriebsbereite Küvette. Im Gegensatz zur vorhergehenden
Aufnahme wurde der Heizer an der oberen Kante der Rückwand eingehängt.
Es können dadurch noch etwas grössere Platten geätzt
werden. In der Luftleitung wurden noch der grüne Dosierhahn und
ein Rückschlagventil, vor der Luftpumpe erkennbar, eingefügt.
Letzteres verhindert bei einem Stromausfall oder Defekt, dass das
Ätzmittel nach dem Saugheberprinzip in die Pumpe zurückschlägt.
Wir wollen ja nicht die Luftpumpe ätzen... Wer auf das Ventil
verzichten möchte, sollte die Pumpe während des Betriebes
sicherheitshalber höher als das Niveau der Ätzflüssigkeit
aufstellen oder den Luftschlauch in der Form eines Siphons in die
Küvette führen. |
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