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Ätztechnik |
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Ein Ätzteil kann unmöglich präziser
als die Vorlage sein. Auch hundert Teile von einer schlechten Maske
ergeben kein einziges brauchbares Resultat. Fehler bei der weiteren
Verarbeitung, zum Beispiel Unter- oder Überbelichtung, zu langes
Ätzen, zerstören vielleicht ein einzelnes Exemplar, das
nächste aber kann vorzüglich sein. Die Vorlage ist daher
das A und O jeder Ätzarbeit! |
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Vorlage |
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Der alte Weg aus dem Vor-PC-Zeitalter ist die Herstellung der
Vorlage mit Hilfe von Abreibe- und Klebesymbolen. Vorteil: Keine
technischen Einrichtungen nötig. Nachteile: Zeitaufwendig,
Kleinteile müssen mit der Tuschefeder selbst gezeichnet werden.
Bei Schriften fehlt vielleicht der entsprechende Typ, die benötigte
Grösse oder nur ein einzelner Buchstabe ist auf dem Blatt nicht
mehr vorhanden. :-(( Die in dieser
Technik hergestellte Vorlage für die BT Be 4/4 habe ich noch
bei meinen Unterlagen gefunden. Von links erkennt man die Grössenangabe
'4 cm', die Fensterrahmen, die Seitennummern und die Frontnummern
für die fotografische Herstellung der Ätzmaske. |
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Heute werden die Vorlagen auf dem PC hergestellt. Vorteile: In den
Zeichenprogrammen sind alle benötigten Elemente und Schriftarten
vorhanden. Grösse und Position der einzelnen Teile können
äusserst präzise angegeben werden. Für das Durchätzen, das
zweiseitige Ätzen also, ist auch die Vorlage für die Rückseite
genau und schnell herzustellen. Passkreuze nicht vergessen! In der
Regel zeichne und drucke ich die Vorlage im Massstab 4:1 bis 10:1.
Das Beispiel zeigt die Zeichnungen für die Treib- und Kuppelstangen
einer Ed 2/2 (Glaskasten), die in die Version der Sensetalbahn modifiziert
wird. |
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Maske |
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Ausdruck mit einem Laserdrucker auf eine Folie: Damit die Schichtseite
bei der Belichtung auf dem Metall aufliegt, muss die Vorlage seitenverkehrt
auf die Folie gedruckt werden. Da das Trägermaterial eine bestimmte
Dicke (0.14 mm) aufweist, käme es sonst bei der Belichtung zu Unterstrahlungen.
Auch ich glaubte, mit Laserdrucker und Folie die ideale Technik der
Maskenherstellung gefunden zu haben. Unter der Lupe oder dem Miskroskop
im Durchlicht sieht man aber, dass der Druck nicht tiefschwarz und
flächendeckend ist (ähnelt beinahe einem Emmentaler). Für ganz feine
Linien und Schriften wie bei Herstellerschildern, Typenschildern etc.
ist diese Methode daher nicht geeignet! Für Fahrzeugwände, Fronten
oder Kuppelstangen ist sie möglich, für Platinen üblich.
Der Ausdruck auf Transparent-Papier bringt einen neuen Nachteil, da
dieser Papiertyp nicht verzugsfrei ist. |
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Ausdruck auf Papier für die anschliessende Aufnahme mit dem
Fotoapparat: Der Ausdruck muss wieder seitenverkehrt vorgenommen werden.
Auch diese Vorlage ist wahrscheinlich nicht restlos deckend, aber
bei der folgenden fotografischen Aufnahme werden diese 'Löcher' ebenfalls
verkleinert und stören nicht mehr. Als Beispiel die Vorlage des ganzen
Beschilderungsatzes für den Prototypen der Be 4/6 12302. Links
die Maskenvorlage für die Rückseite, rechts diejenige der
Vorderseite für das zweiseitige Durchätzen. |
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Die Herstellung der Maske mit dem Fotoapparat: Grosser Aufwand mit
einer technischen Planfilm-Kamera. Dazu brauche ich meine Linhof-Technika
4x5 inch Kamera. Als Film wird der Kodak 'Grafic Arts Ortho' mit einer
0.12 mm dicken Trägerschicht verwendet, die verzugsfrei sein muss.
Orthochromatische Filme können in relativ heller, oranger Dunkelkammerbeleuchtung
bearbeitet werden. Diese Methode ist leider sehr arbeitsaufwendig,
denn die Vorlage muss zuerst fotografiert und nachher, damit man eine
positive Vorlage erhält, nochmals kopiert werden. Das Fotografieren
eines negativen Ausdruckes habe ich noch nie probiert, da mir der
Druck mit so grossem Schwarzanteil zu wellig erscheint.
Leider wird der genannte Film nicht mehr produziert und ich werde
mich nach dem Verbrauch meines Vorrates nach Ersatz umsehen müssen! |
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Maske als Auftrag von einem professionellen Reprostudio herstellen
lassen: Liefert eine ausgezeichnete Qualität! Nachteile: Relativ teuer,
vor allem für wenige und kleine Teile, da immer eine ganze A4 Seite
berechnet werden muss (Format des Reprofilmes). Betriebe, die Lohnätzungen
ausführen, stellen in der Regel auch die Masken selbst her. |
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Fotoresist |
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Das Auftragen des Resists auf das Basismaterial ist
der schwierigste Schritt auf dem langen Weg zu einem gelungenen
Ätzprodukt! Eine zu dünne Schicht bietet einen nur unzureichenden
Schutz vor dem Angriff des Ätzmittels, andererseits lässt
sich eine zu dicke kaum entwickeln und Feinheiten können verloren
gehen. |
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Als Fotoresist verwende ich 'Positiv 20' aus der Sprühdose,
einem Produkt von Kontakt-Chemie, erhältlich im Elektronikfachgeschäft.
Der Name Positiv deutet darau hin, dass der Fotolack positiv arbeitet
und die Zeichnung auf der Maske identisch auf das Basismaterial übertragen
wird. Das heisst schwarze Flächen auf der Maske bleiben beim
Metall erhaben stehen, weisse Teile werden weggeätzt. Jeder Dose
liegt der 'Kontaktbrief 7' mit einer Arbeitsanleitung bei. Eigentlich
ist die Anwendung des Produktes einfach, aber es ist schwierig, dünne
und vor allem gleichmässige Schichten zu erzeugen. Bei Aufbewahrung
im Kühlschrank kann der Fotolack bedenkenlos über das Ablaufdatum
hinaus verwendet werden. Er muss allerdings vor Gebrauch während
4-5 Stunden Zimmertemperatur annehmen können. |
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Die besten Resultate habe ich mit einer Airbrushpistole von Model-Master
mit Breit-Düse erzielt. Recht schwierig ist dabei, die unter
Druck stehende Chemikalie aus der Sprühdose in das Vorratsgefäss
der Spritzpistole umzufüllen, ohne die ganze Umgebung mit dem
Fotoresist zu bekleckern.
Foto: Sehr wichtig ist auch eine peinliche Reinigung der Metalloberfläche,
da sonst der Schutzlack ungenügend haftet. Das beste Resultat erzielte
ich dabei mit einem Trockenschwamm (Polibloc), mit dem eine blanke,
absolut fettfreie Oberfläche erreicht werden kann. Um beim zweiseitigen
Aufbringen und Trocknen der Fotoschicht das Metallblech nicht mehr
anfassen zu müssen, lohnt es sich, eine Halterung zu basteln,
in der das Basismaterial fixiert werden kann. |
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Die einfachste Alternative wäre der Bezug des beschichteten Materials
bei Saemann, Pirmasens. Unter welchen Bedingungen und ob er ins Ausland
liefert, ist mir nicht bekannt. |
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Trocknung |
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Nach der Beschichtung muss die Lackschicht sorgfältig getrocknet
werden. In einer lichtdichten Kartonschachtel werden die Bleche, immer
noch in der Halterung, bei Zimmertemperatur während ca. 2 Stunden
vorgetrocknet. Dann können sie in den kalten Backofen mit Thermostat
eingeschoben werden. Die eigentliche Trocknung geschieht bei 70°
während etwa 20 bis 30 Minuten. Ohne Schachtel müsste die
Frontplatte abgedunkelt sowie Backofenbeleuchtung und IR-Grill abgeschaltet
werden. |
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Belichtung |
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Persönlich verwende ich dazu eine Heimhöhensonne
von 350 Watt Leistung. Beim einseitigen Ätzen wird die Folie
auf das beschichtete Metall gelegt und zwischen zwei planen Glasplatten
mit Wäscheklammern zusammengehalten. Für das zweiseitige
Ätzen werden die beiden Masken passgenau zu einer Tasche zusammengefügt.
Daran denken: Die Schichtseite der Maske kommt auf das Metall zu liegen.
Da gewöhnliches Glas einen Teil der UV-Strahlung absorbiert,
sollte besser Plexi- oder Quarzglas für das Zusammenpressen der
einzelnen Komponenten verwendet werden. Die Belichtungszeit ist von
der Leistung der Lichtquelle, dem Belichtungsabstand, den Materialfaktoren
der Glasplatten und der Schichtdicke des Fotolackes abhängig.
Sie muss daher durch Versuche bestimmt werden. Nach der Belichtung
muss die Kopie der Maske dunkelviolett sichtbar sein. |
Schematische Darstellung der Phasen |
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Entwicklung |
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Für die Entwicklung der belichteten Platten wird eine Lösung
von 7g NaOH (Ätznatron) in 1 Liter Wasser verwendet. Diese Lösung
ist nur beschränkt haltbar (Aufnahme von Kohlendioxyd aus der
Luft). Vorteilhaft ist daher das Ansetzen einer konzentrierten Stammlösung
von 7g NaOH in 250 ml Wasser. Erst kurz vor dem Entwickeln wird die
benötigte Menge auf die vorgeschriebene Konzentration mit warmem
Wasser verdünnt (1 Teil Lauge, 3 Teile Wasser). Der Entwicklungsprozess
sollte bei einer Temperatur von 20 - 25° durchgeführt werden.
Die gebrauchte Lösung kann nicht nochmals verwendet werden und
wird entsorgt. Die sich ablösenden violetten Schleier können
mit einem weichen Marderhaarpinsel vorsichtig entfernt werden. |
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Ätzbad |
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Schale: Geeignet sind flache Foto-Schalen aus Kunststoff, aber auch
Glasschalen aus dem Haushalt. Wegen der guten Überwachung ist
es ist immer noch die bevorzugte Methode beim Ätzen ganz feiner Vorlagen.
Von Zeit zu Zeit wird die Metallplatte aus der Schale genommen und
der Vorgang in einem zweiten, mit Wasser gefüllten Behälter,
gestoppt. Unter der Lupe wird dann die Arbeit kontrolliert und bis
zum Erreichen der gewünschten Tiefe fortgesetzt. Aber Achtung:
Wegen der Unterätzung zerfallen ganz feine Linien urplötzlich,
sind unwiederruflich weggeätzt und das Spielchen beginnt von
neuem. |
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Für das Ätzen von grösseren Teilen und Platinen habe
ich mir eine Küvette aus Plexiglas gebaut, um eine höhere
Ätzgeschwindigkeit zu erzielen. Die Flüssigkeit wird mit
einer Aquarienheizung von 100 W auf etwa 50° erwärmt. Da
diese Temperatur den Fischen nicht förderlich wäre, sind
die handelsüblichen Geräte mit einer Sperre bei ungefähr
30° versehen, die entfernt werden muss, denn wir benötigen
die volle Leistung. Mit einem Thermometer, ebenfalls aus dem Aquarienhandel,
wird die erreichte Temperatur kontrolliert. Das Umwälzen und
Bewegen der Flüssigkeit übernehmen die hochperlenden Luftblasen,
die mit einer Membranluftpumpe in die Küvette gedrückt werden.
Baubeschrieb der Küvette. |
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Bei den Schaumätzgeräten wird mit einer Luftpumpe ein feinporiger
Ätzmittelschaum erzeugt, der über die schräg stehende
Platte nach unten fliesst. Durch die Anreicherung mit Luft und die
ständige Bewegung des Schaumes werden kürzere Ätzzeiten
erzielt, was sich auf eine Reduktion der Unterätzung auswirkt.
Bedingt durch die Arbeitsweise müssen beim zweiseitigen Ätzen
die Platinen gedreht werden. |
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Sprühätzanlage: Wer sich für dieses Vefahren interessiert,
sollte unbedingt die Seiten von Randy Gordon-Gilmore (englisch) besuchen,
denn es kommt vermutlich nur ein Selbstbau in Frage. Im Handel (Conrad)
erhältliche Anlagen sind wohl zu teuer (3300 Fr. bzw. 4'700 Fr.).
Zudem werden je nach Typ 16 oder 24 Liter Ätzmittel benötigt!
Die Geschwindigkeit ist allerdings hervorragend, es werden 35 µm
Cu/Min angegeben.
Persönliche Versuche sind nur bis zum Austesten einer als Geschenk
erhaltenen Schlauchpumpe gediehen, denn die das Ätzmittel fördernde
Pumpe muss selbstverständlich säurefest sein. |
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Ätzmittel |
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Bitte beachten, dass mit Chemikalien
gearbeitet wird, die Metalle auflösen. Hände und Augen
sind zu schützen. Hinweise auf den Packungen sind unbedingt
zu beachten. Die zur Giftklasse 2 gehörende konzentrierte
technische Salzsäure ist nur mit einem Giftschein erhältlich.
Es gibt gesetzliche Vorschriften über das Entsorgen von mit
Kupfer belasteten Lösungen. Wer Ätzmittel in den Abguss
leert, die nicht neutralisiert wurden, handelt fahrlässig!
Verätzte Armaturen werden es ihm danken.
Vorsicht, auch das Wasserstoffsuperoxyd ist eine äusserst
agressive Substanz, die Hautverätzungen hervorrufen kann!
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Das bekannteste und verbreitetste Ätzmittel ist das Eisen-III-Chlorid,
das in gelber, kugeliger Form gehandelt wird. Es wird in Wasser bis
zur Sättigung aufgelöst und ist in jedem Elektronikladen
erhältlich. Diese Chemikalie setze ich nur bei der Schalenätzung
von ganz feinen Vorlagen ein. Einerseits kann der Ätzvorgang
in der goldgelben Lösung nur schlecht beobachtet werden, andererseits
arbeitet das Ätzmittel langsam und der Vorgang kann beim Erreichen
der gewünschten Tiefe präzise gestoppt werden. Die Geschwindigkeit
kann durch Erwärmen und fleissiges Bewegen erhöht werden. |
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Ein weiteres Ätzmittel ist das Natriumpersulfat. Es arbeitet
mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit als das vorher aufgeführte
Eisen-III-Chlorid und wird daher als 'Schnellätzmittel' gehandelt.
In Lösung ergibt es eine helle, durchsichtige Flüssigkeit.
Die besten Ergebnisse erzielt man in der Schale oder Küvette
bei einer Temperatur von ~50°. |
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Der Salzsäureprozess wird grosstechnisch angewendet, er ist
aber auch für den Hausgebrauch in Schale oder Küvette empfehlenswert.
Alle grösseren Arbeiten habe ich mit dem Salzsäure-Prozess
durchgeführt. Es ergeben sich kurze Ätzzeiten in einer hellen,
durch das herausgelöste Kupfer grünlichen Flüssigkeit.
Allerdings muss der Anteil von H2O2
genau eingehalten werden und der ist bei einer gebrauchten Lösung
leider unbekannt. Das Peroxyd zerfällt dauernd in Wasser und
Sauerstoff. Die Ätzlösung darf daher niemals in einer dicht
verschlossenen Flasche aufbewahrt werden, damit sich der Überdruck
vermindern kann. Beim erneuten Gebrauch muss die Lösung durch
Zugabe von frischem H2O2
wieder regeneriert werden. Die korrekte Konzentration von Wasserstoffperoxyd
ist erreicht, wenn sich die eingelegte Kupferplatte rot bis dunkelbraun
verfärbt und sich beim Bewegen der Platte deutlich sichtbare
Schlieren auf der Kupferoberfläche bilden. Sollten übermässig
Bläschen aufsteigen, deutet dies auf einen H2O2-Überschuss
hin, der zum Abbruch des Prozesses führt und der durch Hinzufügen
von verdünnter Salzsäure wieder in Gang gebracht werden
kann. Durch Erwärmung auf maximal 50° kann der Prozess weiter
beschleunigt werden. |
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| 200 ml |
Salzsäure, etwa 35 % |
| 60 ml * |
Wasserstoffsuperoxyd (Wasserstoffperoxyd), 15% |
| 770 ml |
Wasser |
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* wegen dem Zerfall besitzt das Wasserstoffperoxyd höchstens
beim Kauf die angegebene Konzentration. Bei einer älteren Chemikalie
muss ihre Menge vorsichtig aus einer Pipette vergrössert werden,
bis die beschriebene Verfärbung und die Schlierenbildung auf
einer eingehängten Kupferplatte eintritt! |
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